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Coppa Bongo - Triest

Coppa Bongo - Triest
Die diesjährige „Coppa Bongo“ beim traditionsreichen Società Triestina della Vela zeigte einmal mehr, warum Triest zu den schönsten Segelrevieren Europas zählt. Zwischen Kaffeehauskultur, Bora-Geschichten und der eleganten Kulisse der Piazza Unità d’Italia traf sich die Finn-Flotte zu einem ausgesprochen herzlichen und sportlich hochklassigen Wochenende im Rahmen des Alpe Adria Cup.
Gesegelt wurde vor Punta Sottile an der slowenisch-italienischen Seegrenze – dort, wo die Adria ihre elegante Seite zeigt. Statt Bora-Hammer präsentierte sich Triest diesmal fast ungewöhnlich höflich: vier Wettfahrten bei 5–8 Knoten Wind aus westlichen Quadranten, reguläre Bedingungen und ein fairer etwas kurzer Trapezkurs verlangten dennoch höchste Konzentration und saubere Technik. Besonders spektakulär wurde es in der vierten Wettfahrt, als die Finns gemeinsam mit mehr als 60 Booten der verschiedenen ILCA-Klassen unterwegs waren. Innerloop, dichter Verkehr und jede Menge Kreuzungssituationen sorgten für echtes Großveranstaltungsfeeling.
Abseits des Wassers zeigte der STV seine legendäre Gastfreundschaft. Das gemeinsame Abendessen auf der Terrasse des Clubs mit Blick über den Golf von Triest hätte mediterraner kaum sein können: ausgezeichnet zubereitete Meeresfrüchte, italienische Gelassenheit und lange Gespräche unter Seglern machten den Abend mindestens so wertvoll wie die Wettfahrten selbst. Wer einmal dort oben sitzt und den Sonnenuntergang über Triest erlebt hat, versteht sofort, warum diese Stadt Segler magisch anzieht.
Sportlich lief es für die österreichische Finn-Fraktion erfreulich gut. Offenbar macht sich das intensive Frühjahrstraining in Monfalcone bezahlt – seit März wurden dort bereits fleißig Seemeilen gesammelt. Zumindest ließ sich der Autor dieses Berichtes zu der gewagten Behauptung hinreißen, dass das eigene Boot zeitweise beinahe verdächtig schnell unterwegs war. Ob es an der Frühform, der salzigen Adria-Luft oder doch am Espresso aus Triest lag, bleibt offen. Das Endergebnis mit Platz 3 darf jedenfalls als gelungene Standortbestimmung für die weitere Saison gesehen werden.
Der Alpe-Adria Cup bleibt damit genau das, was ihn seit 2012 auszeichnet: eine Regatta mit sportlichem Anspruch, mediterraner Lebensfreude und jener besonderen Mischung aus Tradition und Freundschaft, die den Finn-Sport ausmacht.
Bis demnächst in Dellach am Wörthersee, wo wir den 2. Teil des Finn Alpe Adria Cups 2026 aussegeln werden.
Euer Stoffl AUT 17
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