| Bericht Weinlese 08 |
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| Monday, 29 September 2008 | |
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Von finnsegelnden Surfern und vice-versa Es ist Samstag, der 06.09.08 am Neusiedlersee (+5Bft. Aus Süd/Ost); Herr G. (Bruder des Autors, Anm.) beäugt neugierig das regattierende Finnfeld der Weinleseregatta 2008 von seinem Surfbrett aus. Vor etwa 20 Jahren hat Herr G. selbst seinen (Holz)finn mühsam durch die kurze Welle des Steppensees geprügelt; vielleicht ist er auch deshalb aufs Surfbrett umgestiegen ... wer weiß! Abends wird Herr G. seinen Bruder anrufen, um ihm von der Schönheit des Surfens zu berichten und dem überwältigenden Anblick surfender Finns auf dem Raumschotkurs. „Viel Gischt, viel Welle, ein beeindruckendes Rodeo!“ Beiläufig wird Herr G. an Herrn Ferencz Hodossy (HUN-31) einen schönen Gruß ausrichten lassen, mit dem Hinweis dieser möge etwas besser auf sein Schiff aufpassen …!? Was war passiert? Herr G. bewundert, vom Surfbrett aus, die Akrobatik der Finnisten am-, bzw. nach dem Scheidepunkt an der Dwarstonne. „Fangopackung mit Schiff“, nennt das der Kosmetikexperte. So kommt es, dass auch Ferencz Hodossy (Uhrmacher aus Sopron), seinen Finn an der Dwars in den See schmeißt, kurz durchspült und wieder aufstellt. Dummerweise geht ihm dabei sein Finn verlustig. Von der Last des Steuermanns befreit, zeigt das teure Teil rückwärts-segelnd höchste Performance (da sieht man wieder was passiert, wenn keiner bremst). Dank der herrschenden Windverhältnisse begibt sich das Schiff rasch in Richtung Horizont und entgegen der landläufigen Erwartung bleibt der Finn auch kielunten (…) Herr G. erkennt in dieser Situation die einmalige Gelegenheit seines Finn-Revivals und setzt dem selbstgesteuerten Sportgerät nach. Sodann erfolgt ein Entermanöver vom Brett auf den Finn und Herr G. genießt eine kurze Kreuz zum wassertretenden Uhrmachermeister. Tropfnass aber unversehrt nimmt dieser seinen Finn wieder in Besitz, und die Beiden segeln vereint bis zur treibenden Surfgerätschaft. Nach erfolgreicher Wiederherstellung der korrekten Besitzverhältnisse beider Sportgeräte verabschiedet sich Herr G. höflich und surft seiner Wege. Abgesehen vom Akt der sportlichen Hilfestellung über Sportarten hinaus, stelle ich mir nur eine Frage: Wie viele Surfer schaffen es wohl einen Finn bei +5Bft schadlos dem Eigner zu überstellen? Und wäre das im umgekehrten Falle auch geglückt …? AUT-8 |

