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Peter Mohilla Pokal 2019

Peter Mohilla Pokal 2019 - Der Cup ist wieder daheim….

Pünktlich zum Wochenende des Mohilla Pokals machte der Frühling ein kurzes Comeback nach kalten und verregneten Wochen davor. In der Tat habe ich persönlich zum ersten Mal vom Wasser des Sees aus den Schnee am Schafberg betrachten können. Aber am Samstag früh schaute alles bestens aus und nach kurzer externer Starthilfe war auch die legendäre Eisenau einsatzbereit. 14 Finn Segler von nah und fern haben sich eingefunden und unser treuer Freund Francesco Faggiani aus Italien hat den internationalen Flair gewährleistet.

Kurz nach der Steuermannsbesprechung ging es dann mehr oder weniger pünktlich aufs Wasser und es schien so, als ob sich ein stabile Brise aus SSO etablieren wollte. Leider nur für kurze Zeit. Die Scouts der Wettfahrtleitung haben dann den Ostteil des Sees erkundet und dort Wind gefunden, so dass die Eisenau und die Finn Flotte sich auf den Weg dorthin gemacht hat.

In der Tat haben wir dort einen schönen Südwind (5 - 10 Knoten) vorgefunden und zügig die erste Wettfahrt in Angriff genommen. Vati hat erwartungsgemäß lange geführt und hätte es wohl auch relativ entspannt nach Hause segeln können, wenn er die Segelanweisung gelesen hätte. Und bis 3 zählen könnte… So aber hat er nach der 2. Runde locker abgeschwungen und schon ein freundschaftliches Gespräch mit dem zweitplatzierten Francesco begonnen. Erst als der Berichtschreiber nach durchfahren des Lee Gates wieder angeluvt hat um die 3.Runde zu beginnen und die Wettfahrtleitung Zurufe der Ermunterung machte haben die beiden sich dann wieder auf die Verfolgung gemacht. Es hat natürlich trotzdem gereicht und er hat mich kurz vor der Luv Marke wieder abgefangen und es nach Hause gebracht.

Die 2. Wettfahrt schien dann zunächst nach dem gleichen Muster zu verlaufen. Beim 2. Vorwindgang ist dann aber der Wind plötzlich komplett zusammen gebrochen und kurz danach ein bisschen löchrig aus der Gegenrichtung wieder angesprungen (man musst zum Lee Gate kreuzen). Es gab ein wildes hin und her in Richtung und Stärke und nach ein paar hundert Metern Richtung alter Luv Marke haben Vati und ich in Führung liegend uns abgestimmt, dass das mit fairem Segeln nichts mehr zu tun hat und abgebrochen.

In weiterer Folge haben wir uns wieder in westlichen Teil des Sees verholt wo der Süd immer noch einigermassen stabil wehte. Wettfahrt 2 wurde eine spannende Geschichte mit abflauendem Wind und vielen Führungswechseln und letztlich konnten sich die Local Heros (Gubi/Schneeberger) durchsetzen. Die Wettfahrtleitung hatte ein gutes Händchen und hat rechtzeitig abgekürzt und danach ging es zurück zum Club.

Erwähnenswert am Abend noch, dass der UYC Mondsee einen neuen Gastronomen hat. Und der geht mit dem Thema Segleressen recht pragmatisch um. Für den Essensbon kann man einfach aus seiner Speisekarte bestellen, so dass jeder bekommt was ihm/ihr am besten schmeckt. Ein guter Ansatz!

Sonntag früh begann mit dem traditionellen Weißwurst Frühstück! Draußen am See ging eine stabile Brise aus West von der die Einheimischen sagten, dass es sie eigentlich gar nicht gibt. In Unkenntnis dieser Tatsache hat der Wind aber einfach nicht einschlafen wollen und wir sind dann aufgebrochen für die nächsten Wettfahrten. Kaum draußen ist der West dann natürlich doch zusammen gefallen. Nach ca. 60 Minuten Flaute ist schon der Schlepp Richtung Club aufgebrochen um dann kurz vor dem Club umzudrehen weil sich doch noch eine leichte Luftbewegung aus Süd bemerkbar machte. Wir haben es natürlich noch einmal versucht, aber die Geschichte war extrem löchrig und tendenziell abnehmend, so dass nach der ersten Runde die aufmunternden Rufe der Segler die Wettfahrtleitung überzeugt haben abzubrechen.

Im Ergebnis gab es dann nicht wirklich einen Überraschungssieger und Vati durfte den Mohilla Pokal wieder an seinen Stammplatz in der Gubi Vitrine überführen. Zweiter wurde Bernd Moser vor Berichtschreiber AUT6.

Unterm Strich eine schöne Veranstaltung mit gastfreundlichem Club, kompetenter Wettfahrtleitung und schönem Wetter. Beim Wind leider nur 50% Zielerreichung aber wir haben schon Schlimmeres erlebt. Nächstes Jahr sind wir wieder da.

Bernd AUT6


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